007:
Liebesgrüsse aus Moskau Sony PSP Review / Test
Gehen wir richtig in der Annahme, dass 1963 die meisten von euch noch nicht auf der Welt waren? Ich auch nicht, was mich aber nicht davon abgehalten hat, alte James Bond Filme mit Hingabe zu gucken. Darunter fällt natürlich auch Liebesgrüsse aus Moskau, ein absoluter Klassiker – vor allem für Sean Connery Fans. EA hat sich die Mühe gemacht, das alte James Bond Feeling (als Bond noch Bond war) aufleben zu lassen. Herzlich willkommen in James Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau! Weiter zum Review.
Auch wenn die Story einem mittlerweile echt alten Film entspringt; Liebesgrüße aus Moskau gibt sich modern. Bond springt und hetzt wie in seinen besten Tagen durch die verworrenen Levels, missbraucht Q’s Gadgets und nietet Feinde über den Haufen. Alte Kulisse muss nicht zwingend weniger Action bedeuten!
Wie gewohnt
Das Gameplay von Liebesgrüße aus Moskau bewegt sich denn auch in gewohnten Bahnen. Als Bond, James Bond steuert der Spieler seinen persönlichen 007 durch diverse Levels,
immer auf der Jagd nach ominösen Objekten, Daten oder Personen. Die Steuerung wurde für die PSP natürlich neu gestaltet (das Spiel ist bereits auf GC / PS2 erschienen) und präsentiert sich relativ intuitiv und ansprechend. Die Schultertasten sind zum Ballern beziehungsweise Zoomen, mit dem Steuerkreuz werden Waffen oder Items gewählt und der Analogbutton ist für die Bewegungen gedacht. Noch so ein Spiel also, bei dem man sich fragen darf, wie lange dieser Knopf den Dauereinsatz noch überstehen wird.
Jeder Level kann in verschiedenen Schwierigkeitsgraden durchgespielt werden. Klevere Gamer
finden vielleicht auch noch den einen oder anderen Zugang zu einer Bonusmission, derer es ganze 16 gibt. Im Vergleich dazu machen sich die 10 “normalen” Aufträge richtig kleinlich aus. Tatsächlich ist das Game im einfachsten Schwierigkeitsgrad auch innerhalb von Stunden durchgespielt, weshalb wir dringend eine höhere Stufe empfehlen.
Auf der Jagd
Bond wäre nicht Bond ohne seine Waffe und seine Gimmicks. In Liebesgrüße aus Moskau wird sowohl geschossen als auch gerätselt. Feinde nimmt Bond übrigens per Knopfdruck automatisch aufs Korn, ausser bei Scharfschützengewehren. Nebst dem Gerät für Leute mit nervösen Zeigefingern hat 007 noch diverse andere Überraschungen im Gepäck. Einige davon hat man dem dazu gehörigen Film entnommen (Laseruhr), andere wiederum wurden frei erfunden, um etwas mehr Pepp ins Spiel zu bringen.
Das Gameplay schafft eine angenehme Mischung aus Spannung und Action, die nur duch diverse Rätsel unterbrochen wird. Dabei geht es meistens darum, ein Item zu finden. Leerläufe gibt es aber praktisch keine und dank vieler Hilfestellungen (Missionsziele, Auftragsbescheibung, Item-Highlightning) kann man sich kaum verirren. Je höher man pokert, desto schöner sehen die Auszeichnungen aus, welche man am Schluss des Levels überreicht bekommt – auch ein Anreiz, das Game vielleicht in mehreren Schwierigkeitsgraden durch zu spielen.
“Dreh dich, na los, links, NEIN!
Bei Third-Person-Games ist die Kamera öfters ein Problem. Auch bei noch so kluger Führung des Blickwinkels gibt es immer wieder tote Stellen, die man sich selbst mit der Spielfigur verdeckt oder wo man den eigenen Charakter nicht mehr sieht. Bei Liebesgrüße aus Moskau hat man eine einfache und bekannte Lösung benutzt: Bond wird einfach transparent. Auch wenns unrealistisch wirkt, dem Spiel selber bringt diese Variante ziemlich viel, da man so frustige Anläufe und das typische Kopf-Recken vergessen kann.
Grafisch macht unser James einen sehr guten Eindruck. Sowohl Zwischensequenzen als auch
In-Game Grafiken sind auf einem hohen Niveau und überzeugen mit vielen Details. Sprühendes Feuer beim Raketenrucksack, Spiegelungen und Lichteffekte machen Laune und sorgen für passendes 007-Feeling. Auch die Ladezeiten halten sich in Grenzen. Logisch auch, dass sich EA davor gehütet hat, die bekannte Titelmelodie von Liebesgrüße aus Moskau anzutasten. Nebst der packenden Filmmusik überzeugen übrigens auch sämtliche anderen Geräusche, so dass es allgemein fast nichts auszusetzen gibt an diesem Titel – jedenfalls technisch nicht.
Fazit
Liebesgrüße aus Moskau ist ein spassiges Actiongame und für 007-Liebhaber sowieso ein Muss. Ich hatte echt Spass, Sean Connery durch die Levels zu hetzen, auch wenn das Game reichlich kurz geraten ist. Zudem ist es enttäuschend, dass zwar ein Mehrspielermodus integriert wurde, dieser jedoch nur im WLAN funktioniert und auch keine Gamesharing-Funktionen unterstützt. Ansonsten darf man die Entwickler nur loben: Tolle Grafik, bombastischer Soundtrack und eine rundum gelungene Steuerung tragen zu einem abwechslungsreichen, wenn auch kurzen PSP Abenteuer bei.
Mehr Screenshots gibts hier!

USK: ab 16 Jahren
PEGI: 16+
Multiplayer: 6 Spieler
Sprache: Deutsch
Preis: CHF 69.-
Website: 007.ea.com

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JlMMY
Guter Testbericht! Macht richtig Freude auf das Spiel. Besonders gut fand ich die Stelle “Noch so ein Spiel also, bei dem man sich fragen darf, wie lange dieser Knopf den Dauereinsatz noch überstehen wird” (hehe), das Frage ich mich nach jeder GTA-Session auch immer. Erst Loco Roco wird meinen Analogstick in eine Urlaubspause schicken ;-)