Viewtilful Joe Red Hot Rumble PSP Review
Der “rote Joe” schafft es auf die PSP. Zusammen mit anderen Superhelden macht er Holywood unsicher mit dem Ziel, die Hauptrolle in einem Film zu erhalten. Dass dabei ein Casting nicht nur aus ein paar lahmen Zeilen Gesang oder etwas Rumgehüpfe besteht, versteht sich von selbst. Was Viewtiful Joe: Red Hot Rumble für Trümpfe im Ärmel versteckt, erfahrt ihr in unserem Review.
Um es vorneweg zu nehmen: Viewtiful Joe: Red Hot Rumble hat es geschafft, mich so richtig zu schocken. Nachdem ich voller Vorfreude das Spiel gestartet und mich durch die
Menüs gekämpft hatte, erfuhr ich eine so gewaltige Überforderung jeglicher Sinne, dass ich die PSP nach zwei Minuten abschaltete. Ein Schokoladenmilch und paar Anläufe später konnte ich mir dann ein bisschen mehr Zeit nehmen, mir das Game genauer anzusehen.
Filmreif?
Wie schon erwähnt, geht es um ein Casting. Und zwar nicht irgendeines, sondern das des legendären Captain Blue. Er dreht nach der Pensionierung seinen eigenen Film. Klar, dass da nur der Beste der Besten als Figur für die Hauptrolle in Frage kommt. Das Game besteht demnach
aus einer Ansammlung an Minispielen und Reaktionstests, die von Sammel- über Prügel- bishin zu Balleraufgaben verschiedenste Elemente beinhalten. Schon an den Screenshots ist zu erkennen, dass Red Hot Rumble nicht nur sehr farbig, sondern offenbar auch sehr vielfältig geworden ist. Doch auch wenn sich die Aufgaben unterscheiden: Gespielt wird eigentlich fast immer gleich. Es geht meistens darum, eine gewisse Anzahl von Gegnern oder Diamanten durch “PSP-Buttonhämmern” zu bekämpfen / sammeln / vernichten / auszuweichen.
Edelkonsole adé
Wer seine edle PSP für UMD Filme benutzt und das kratzfreie Display gerne herumzeigt, sollte sich Viewtiful Joe aus dem Kopf schlagen. Nicht ein Minigame, bei dem nicht mehrere Buttons arg strapaziert würden. Dargestellt werden die farbigen Spielfiguren mittels Cell Shading Technologie, welche die Knopfdrücke sofort in Sprünge, Ausweichmanöver oder Punches mit Spezialattacken umsetzt. Die Steuerung orientiert sich dabei auch an den Vorgängern der Viewtiful Joe Marke und ist allgemein schnell erlernt. Der Spieler kann übrigens verschiedene Spielfiguren übernehmen, die mit unterschiedlichen Spezialfähigkeiten aufwarten können.
Völlig verloren
Wer sich nach meinem Einstieg in den Text fragt, wo denn jetzt der Horror stattfindet, der möge jetzt hinhören (bzw. -lesen). Viewtiful Joe ist nämlich grauenhaft unübersichtlich.
Die farbige Grafik mit vielen Details und kleinen, beweglichen Elementen wird durch Unzahlen von Gegnern, Konkurrenten und Schüssen derart verunstaltet, dass Anfänger nicht die geringste Chance haben, noch die Übersicht zu behalten. Das irre Rumgehüpfe und Geballer auf dem Bildschirm war für mich zu Beginn derart entnervend (mit Sound, man stelle ich das vor!), dass ich mehrmals das Handtuch warf. Natürlich gewöhnt man sich mit der Zeit auch etwas daran und findet nach und nach etwas ins Spiel – dennoch muss man an dieser Stelle festhalten, dass Viewtilful Joe Red Hot Rumble nicht nur unübersichtlich, sondern teilweise praktisch unspielbar ist. Auf jeden Fall wirkt es abschreckend und gerade für Leute, die selten Gamen, ist das Spiel ein kleiner Horrortrip (wir haben’s ausprobiert!). Weniger wäre hier sicherlich mehr gewesen.
Der Smartie-Effekt
Wie bereits erwähnt wäre die Grafik an sich gar nicht übel. Flüssig, sehr detailliert und vor allem fähig, extrem viele Animationen gleichzeitig darzustellen. Der Sound beschränkt sich auf Dudelmusik und die üblichen “Pengs!” und “Puffs!” – einzeln nicht störend, im Verbund jedoch etwas mühsam.
Positiv anzumerken ist, dass zwar im Mehrspielermodus noch weniger Übersicht vorzufinden ist, der jedoch deutlich länger Spielspass aufzubereiten weiss, als im Singleplayer. Zudem können dank Gamesharing bis zu vier Spieler zocken, ohne das jeder eine Disc des Games besitzen muss. Lobenswert, dass es noch Hersteller gibt, die das Feature wirklich nutzen!
Fazit
Man merkts: Ich kann mit Viewtilful Joe Red Hot Rumble leider überhaupt nichts anfangen. Der Fairness halber muss an dem Spiel schon einige Zugeständnisse machen: Ein paar der Minigames sind wirklich gut angedacht worden und die gesamte Hintergrundgeschichte mit dem Superheldencasting ist wirklich okay. Dass Capcom auch technisch vieles richtig gemacht hat, liegt auf der Hand. Die penetrante Unübersichtlichkeit verbunden mit schnell aufkommender Eintönigkeit führt jedoch zwingenderweise zu grossen Punkteabzügen. Dass man derart viele Aktionen, Figuren und Geräusche gleichzeitig gar nicht aufnehmen kann, hätte spätestens der Betatest doch zeigen sollen.
Mehr Screenshots gibts hier!

USK: ab 6 Jahren
PEGI: 12+
Multiplayer: 4 Spieler
Sprache: Deutsch
Preis: CHF 69.-
Website: ww2.capcom.com

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ich
hmm naja eig. schade obwohl ich nie vorrhatte mir das spiel zu kaufen;-)