Konzept von Wii scheint erfolgreich

Sebastian Jäger, 17. Februar 2007 23:45 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Nintendo verfolgt mit dem Konzept von Wii vor allem die sogenannten Nicht-Spieler zum Spielen bewegen zu können. In einem Altersheim in Sedgebrook (Lincolnshire), wo das Durchschnittsalter bei etwa 77 Jahren liegt, geschah seit Weihnachten unerwartetes. Die meisten der Bewohner hatten bisher nie einen Videospiel-Controller in der Hand gehalten. Die 72 jährige Flora Dierbach erzählte (während ihr Ehemann eine schnelle Drehung im Bowling Spiel von Wii Sports machte), dass sie bisher niemals ein Videospiel gespielt hatte und schwärmte: “Aber es macht süchtig”.

Dierbach erzählt, dass die Bewohner es lieben Wii im Aufenthaltsraum aufzustellen. Sie spielen nach dem Abendessen. Manchmal aber kommen auch ihre Enkel am Samstag Nachmittag und spielen mit ihnen.

“Viele Großeltern wurden auch von ihren Enkeln unterrichtet. Allerdings werden manche Enkel jetzt von ihren Großeltern unterrichtet.”

Da Wii in Sedgebrook mittlerweile so beliebt ist, werden an Sonntag-Nachmittagen Wii Sports Bowling Meisterschaften in den Aufenhaltsräumen ausgetragen. Mehr als 20 Bewohner konkurrieren gegeneinander.

 

“Wir haben sogar einen Ventilator, damit die Leute die Hände trocknen können, bevor sie Bowlen.”, sagte Dierbach. Man kann die Rentner als Beweis ansehen, dass Videospiele nicht nur für Kinder sind.

 

“Und das ist die ganze Idee”, sagte Beth Llewelyn, Nintendo’s Senior Director of Corporate Communications. “Wir schätzen unsere “Core-Gamer” und werden diese auch weiterhin mit Spielen versorgen. Aber die Frage war, wie man ein größeres Publikum erschaffen kann?”

Mit einem leicht zu bedienenden Controller, der die Gefühle des Spielers auf den Bildschirm überträgt. Nintendo glaubt die Antwort dafür mit Wii gefunden zu haben.

 

“Menschen haben keine Angst die Remote in die Hand zu nehmen, aber zögern bei einem herkömmlichen Videospiel-Controller. Die Idee war einen Controller zu erschaffen, der wie eine Fernbedienung aussieht und wenig Knöpfe besitzt.”, sagte Beth Llewelyn.

“Seit Wii im November in die Geschäfte kam, wurden über 1 Millionen Konsolen in den USA verkauft. Die Reaktionen der Senioren auf die neue Konsole war angenehm überraschend.”

 

An einem Sonntag sagte Don Hand, ein 76 jähriger Veteran des realen Bowlings, welcher das erste mal virtuell spielt: “Das ist wirklich sehr realistisch.” Und führte nach einem Strike im Spiel fort:“Ich habe schon etwas Pac-Man gespielt, aber hiermit bewegst du dich wirklich umher und tust etwas.”

“Du sitzt nicht einfach nur rum, drückst Knöpfe und bekommst ein Carpal Tunnel Syndrom.”

 

(via chicagotribune)

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