Beide Seiten müssen zu Wort kommen

Klaus Schneider, 12. April 2008 11:23 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Seid ihr auch schon in schmutzige, gefährlich vor sich hin krachende Diamanten-Minen hinabgestiegen? Immer die Gefahr vor Augen, von einstürzenden Erdmassen begraben zu werden? Das im Sommer zu erstehende Rock Band muss schließlich irgendwie bezahlt werden. Sei es mit dem Blut des eigenen, geschundenen Körpers. Wer nicht auf dem neusten Stand ist, sollte sich unseren älteren Beitrag zur Preispolitik von EA zu Gemüte führen (hier entlang).

Publisher, Entwickler und sonst wer wurden von den Fans und Spielern auf die Anklagebank gesetzt und mussten sich ihre wüsten Schmähreden mit offenen Ohren anhören. Nun gibt es eine Verteidigungsrede von Greg LoPicolo, seines Zeichens tätig bei Entwickler Harmonix. Jedenfalls ist es vorbildlich, dass sich jemand bereit dazu erklärt, fragwürdige Schritte in der Preisgestaltung mit Argumenten zu stützen – gerade vor einem Publikum, das als Videospiel konsumierende Klientel oft belächelt wird.

Ein paar Auszüge gefällig? Husch auf die Anklagebank…
“The peripherals are manufactured in China, but the software is manufactured in Europe (Mike?). In order to bundle the software, we would need to set up a bundling facility, ship all the peripherals to it, open each box to insert the software, then re-pack it into containers and route it to the distribution centers.”

“For a box the size of the RB box, shipping costs are really high, and far higher than in the US.”

Was sagt die oft zum Einsatz kommende und oft gegen driftige Argumente gefeite Lynchjustiz? Zählt alles nicht.

“Final point: is it worth the money?”

Nein. Wie auch immer. Das Volk entscheidet…

(zur Rechtfertigung)

(via Kotaku.com)

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