Sonic Riders:
Zero Gravity Review / Test

Als Sonic Fan der aller ersten Stunde hat man es heuzutage nicht leicht. Man muss tatenlos zusehen, wie der gute Name ein ums andere Mal für mittelprächtige Konzepte jenseits der originalen Itention nahezu missbraucht wird. Ob Flipper, Kampf- und Rennspiel, Party Kollektion, bei den olympischen Spielen oder Tennis, der blaue Igel hat den inoffiziellen “Fluch des Maskottchens” anhängen. Bei Klempner Mario klappt dieser Spagat zwischen den Genres ausserordentlich gut, da kann Sega noch einiges von Nintendo lernen.
Bereits vor zwei Jahren trieben die Sonic Riders auf allen stationären Konsolen und dem PC ihr Unwesen. Das Spiel wurde von der Presse sehr durchwachsen, mit dem Hang zur Mittelmäßigkeit aufgefasst. Auch zwei Jahre danach liegt der Fokus auf dem einen Talent, für das der Igel weltweit bekannt ist: Geschwindigkeit.
Aller Anfang ist schwer
Eigentlich sind wir es ja leid, die oberflächliche und einseitige Auseinandersetzung mit dem Charakter muss endlich aufhören. Der erste Weg in diese Richtung ist hoffentlich das von BioWare entwickelte Rollenspiel für den DS, welches noch in diesem Jahr erscheinen soll. Nach Einlegen der DVD war ich relativ skeptisch, was denn hier wieder für ein Schund warten würde. Und nach etwa 90 Minuten mit dem Spiel war ich auch soweit, es endgültig in die Tonne zu klobben. Nichts machte Sinn, von Spielspaß weit und breit keine Spur. Doch der Ehrgeiz gebot mir, zumindest die Story einmal durchzuspielen und so blieb ich hart. Die Steuerung ist trotz Tutorial und Anleitung die ersten paar Stunden ein Graus, vor allem, wenn man versucht mit der Wiimote zu steuern. Es gibt zwar zwei Varianten zu Auswahl, doch beide wirken aufgesetzt und sorgen für Frust pur. Erst als ich mich dann doch durchringen konnte, das GameCube Pad anzuschliessen, machten die Dinge schlagartig Sinn. Dass der Classic Controller nicht unterstüzt wird, ist schlicht eine Frechheit, wenn man schon eine derart miese Integration der Wiimote anbietet.

Story muss sein
Doch beginnen wir von vorne. Die Freunde Sonic, Tails und Knuckles sind mit ihrer Karre unterwegs durch die Stadt, als sie plötzlich von einer Horde durchgedrehter Roboter angegriffen werden (passiert mir auch jeden zweiten Tag). Nach einer wilden Verfolgunsjagd wird klar, ein von Tails zufällig gefundenes Artefakt ist das Zentrum des Interesses und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Die laue Story passt zum Rest des Spiels und dient lediglich dazu, die einzelnen Level mehr oder weniger sinnvoll zu verbinden. Man spielt entweder mit der guten oder der nicht ganz so guten Seiten und bekommt jeweils unterschiedliche Strecken geboten. Insgesamt sind 16 verschiedene im Angebot, jeweils zwei pro Setting, besonders hübsch sind die Wasser- und Dschungeleffekte gelungen. Die 19 freischaltbaren Charaktere gehören einer von drei Kategorien an, Geschwindigkeit, Flieger oder Power (Motorrad), je nach Fähigkeit der gewählten Figur, kann auf jeder Strecke ein anderer Weg als Abkürzung entdeckt werden. Apropos entdecken: Jeder Kurs ist sehr weitläufig und lädt hierzu ein, es führen unzählige Wege zum Ziel.
Doch die Gestaltung der Strecken sorgt anfangs für Verwirrung, man ist sicht nicht sicher, wo genau es lang geht. Gleiches gilt für die Steuerung, zu Beginn ist es ziemlich verwirrend, es gibt weder einen Knopf zum beschleunigen, noch einen zum driften. Will heißen, wer das Gameplay aus dem Vorgänger kennt, dürfte keine Probleme haben. Kommt man aber, wie ich, gerade aus einer Partie Mario Kart, fällt die Umstellung zunächst schwer. Es sind zwar beides Rennspiele im weitesten Sinne, doch unterschiedlicher könnten sie nicht sein. In Sonic Riders gewinnt nur derjenige, der die Abkürzungen und Beschleunigungen der Kurse zum größtmöglichen Vorteil nutzt. Es existieren auch nicht direkt Items, mit denen die Gegner ausgeschaltet werden könnten, auch hier kommt ein eigenbrödleriches System zum Einsatz. Die überall verteilten Ringe gilt es einzusammeln, ab einer festgelegten Anzahl ist es Zeit für ein “Gear Up”, eines der drei fest installierten Upgrades kann nun aktiviert werden. Zwei davon sind bei jedem Charakter gleich, eines je nach Kategorie (s.o.) anders.
Es hat mich geschätzte drei Stunden oder mehr gebraucht, bis ich den Zugang zu Zero Gravitiy gefunden habe, dann hat es “Klick” gemacht. Plötzlich gab es kaum noch Zusammenstöße mit der Wand, die Stunts sahen nicht mehr so unbeholfen aus und steile Kurven waren keine unüberwindbare Hindernisse mehr, die den Sieg kosten. Ab hier hat der Spaß an der Geschwindigkeit überwogen.
Nach einmaligem Durchspielen einer Strecke im Story-Modus schaltet man diese für Einzelrennen frei, ausserdem warten danach Mission darauf erfüllt zu werden. Die gesammelten Ringe gehen nach erfolgreichem Absolvieren einer Strecke auf das Ingame-Konto und können im sehr reichhaltigen Shop für Upgrades der Hoverboards ausgegeben werden. Neben den üblichen Modi wie Zeitfahren usw. ist vor allem die “Weltmeisterschaft” interessant, da man diese auch zu zweit im Split-Screen zocken darf. Einige neue Modi wie Survial oder eine Art Basketball, die vor allem zu viert Bock machen, runden das ganze Bild positiv ab.
Wir bedanken uns bei Sega für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.
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Entwickler: Sonic Team’s UGA Division |
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| Review | Sonic Riders Zero Gravity | |
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Steuerung
Der Knackpunt zum Vergüngen. Man hätte die Wiimote auch ruhig weglassen und auf der Verpackung einen Vermerk "benötigt GC Joypad" anbringen können. Hat man es einmal raus, gibt’s relativ wenig zu meckern. |
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Grafik
Sehr hübsche, ungeheuer schnelle Grafik. Massenhaft Effekte und dank Havoc eine echte Physik Engine. Kurse teilweise etwas zu bunt blinkend, u.U. sehr verwirrend. |
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Sound
Die Musik passt zum technoiden Flair der Levels. Der Mix aus Gitarren und pumpenden Beats ist sicher nicht jedermanns Sache, einige Stücke würde man sich auch ausserhalb des Spiels anhören. |
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Spielspaß
Ist man einmal über die Anfangsschwierigkeiten hinweg, erwartet einen eins der schnellste Games auf der Wii. Die Steuerung klappt nur mit dem GameCube Controller richtig gut, wer keinen hat, schaut in die Röhre. |
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Sonstiges |
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74% |
Fazit |
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Dominik
Ich frag mich immer wieso man nciht einfach mit dem Classic-Controller spielen kann.. verdammt, wozu hab ich mir das Teil eigtl. gekauft? :/