Iron Man Review / Test

Dieses Spiel hat es nicht einfach. Eine weitere Versoftung, tonnenweise Klisches, die meisten erfüllen sich – was soll man dazu noch gross schreiben? Weil wir aber echt tapfer sind und für unsere Leser sogar gähnende Langweile ins UMD Fach schieben, gibts letztendlich auch ein Review dazu. Sonst wäre die ganze mühsame Zockerei ja für nix gewesen. Und, man darf es nicht verschweigen, bietet das Game ja trotz allen negativen Punkten auch kurzweiligen Spielspass – jedenfalls für Fans des Marvel Superhelden. Herzlich willkommen: Iron Man…
Dass Iron Man gerade jetzt erscheint, ist natürlich kein Zufall. Es handelt sich zwar eigentlich nicht um eine Filmumsetzung, aber Marketing-technisch macht es Sinn, das Game zum Film (so wohl die korrekte Bezeichnung) möglichst auf den Kinostart bereit zu haben. Iron Man (der Film…) hat in den USA ziemlich die Kassen klingeln lassen, in Europa war der Start okay – Jubelschreie habe ich im Kino aber keine gehört. Auch die 360-Version hat in unserem wurde, das schon bei der PS3/Xbox 360 Version zum Einsatz kommt. Allerdings mit PSP Qualität und nicht sehr berauschend. Anders als in der Hollywood Produktion muss sich der User aber gleich gegen mehrere Bösewichte zur Wehr setzen – Fans der Comicserie erkennen Fieslinge wie Controller oder den Titanium Man mit Sicherheit wieder.
Klassisches Gameplay
Das eigentliche Gameplay ist schnell erklärt. Als Iron Man Tony Stark übernimmt der User die Kontrolle über eine mächtige Kampfmaschine, die natürlich auch fliegen kann und mit diverser Ausrüstung upgradebar ist. Gespielt wird aus der Third-Person-Perspektive,wobei die Steuerung einigermassen eingängig programmiert wurde. Trotzdem offenbar sich schnell Schwachstellen: Ständig muss man die Kamera nachjustieren, fliegen und kämpfen gleichzeitig ist extrem mühsam und wenn es hektisch wird, ist man mit dem Kontrollschema hoffnungslos überfordert. Dass man Iron Man trotzdem und mit Leichtigkeit absolvieren kann, ohne ein einziges Mal zu sterben, sagt einiges über den Schwierigkeitsgrad aus.
Das Gameplay ist extrem linear. Man wählt eine Mission, einen Anzug und die Upgrades, ballert sich durch die Feinde und erledigt damit gleich die meisten Missions-ziele.
Abwechslungsreichtum sucht man vergeblich, die Aufträge, Feinde und überhaupt das ganze Gamedesign wirkt langweilig und uninspiriert. Einzig die Upgrades motivieren etwas zum Weitermachen: Je mehr man zum Beispiel einen Waffentyp einsetzt, desto stärker wird er. Ist zwar irgendwie unlogisch, aber was solls.
No time to die
Auch bei Iron Man konnten es die Entwickler nicht lassen und haben unsägliche Minispiele eingebaut, wie es sie mittlerweile schon fast in jedem Tamagotchi gibt. Einerseits sind sie so einfach, dass man fast nicht verlieren kann, andererseits einfach nur langweilig. Nicht gerade DIE Lösung, um den Spieler länger bei der Stange zu halten. Zudem ist, auch bei den Minigames, die Steuerung nicht über alle Zweifel erhaben, was die Sache nur noch schlimmer macht.
Definitiv kein Vorbild
Wahrscheinlich hat niemand einen optischen Überflieger erwartet und die Entwickler haben alles daran gesetzt, dieses Vorurteil zu bestätigen. Iron Man sieht nicht grottenschlecht aus, einige Details sind sogar ziemlich gut gelungen. Das Gesamtbild mit eher langweiligen Farben, unausgereiften Zwischen-sequenzen und durch-schnittlicher Umgebungsgrafik reisst leider niemanden vom Hocker. Genau so 0815 sind die Soundeffekte und die Musik – es würde höchsten stören, wenn gar keine Klänge ertönen würden, aber loben kann man da leider auch nichts.
Besten Dank an Sega für das Bereitstellen des Testexemplars. (Fazit weiter unten)
| Game Facts | |||
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Entwickler: A2M Publisher: Sega Genré: Action USK: 18 Pegi: 12+ Multiplayer: - Sprache: D Preis: EUR 38.50 / CHF 69.- Website: ironmanthegame.marvel.com/ |
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| Review | Iron Man | |
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Steuerung Third-Person-Perspektive, die Kamera muss oft nachjustiert werden. Fliegen und Kämpfen gleichzeitig ist mühsam. |
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Grafik Durschnittlich. Auch die Zwischensequenzen vermögen nicht zu überzeugen. Dabei gäbe es doch eine Filmvorlage… toll gelungen sind übrigens die Iron Man Suits. |
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Sound Durchschnitt. |
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Spielspaß Innovationsloses Game. Zwischendurch macht die Ballerei Spass und das Level-Up System mit der Waffen- und Anzugserfahrung wäre im Prinzip ganz brauchbar. Ansonsten ist das Gamedesign ebenfalls nur durchschnittlich. |
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Sonstiges + Anzugs- und Waffenupgrades |
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55% |
Fazit Ich gebe es ja zu, ich habe bei dem Review kaum ein gutes Haar an Iron Man gelassen. Es gibt auch mit Sicherheit noch deutlich schlechtere Spiele und wer absoluter Iron Man Fan ist, der darf unter Umständen auch hier zugreifen. Für ein paar kurzweilige Minuten zwischendurch ist der eiserne Man je nach Geschmack geeignet. Trotzdem kann man es leider nicht anders formulieren: Dieses Spiel bestätigt alle Klisches, die man als Gamer gegenüber Filmumsetzungen hat und präsentiert sich als Ausgeburt der Durchschnittlichkeit. |
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(17. März 2009 15:38)
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