Grundgesetz für PC-Spieler

Silvio Werner, 31. August 2008 07:00 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wer hat sich nicht schon über Kopierschutz geärgert, der sich tiefer in das System frisst als irgendwelche Viren. Nun hat Gas Powered Games (Supreme Commander) und Stardock (Sins of a Solar Empire) eine Liste mit zehn “Grundrechten” veröffentlicht, die jeden PC Spieler weltweit zugesichert bekommen soll. Die Liste umfasst folgende Punkte:

1.) Reklamationsmöglichkeit, wenn ein Spiel nicht auf dem Kunden-PC läuft
2.) Spiele sollten stets in einem fertigen Stadium erscheinen
3.) Nach der Veröffentlichung soll ein Spiel mit sinnvollen Updates versorgt werden
4.) Spiele sollten ohne Download-Manager- oder Dritt-Software-Zwang gestartet werden können
5.) Spiele sollten auf Hardware, die den Mindestanforderungen entspricht, ordentlich funktionieren
6.) Spiele sollten keine versteckten Treiber, Rootkits oder andere potenziell gefährliche Software ohne Einverständnis des Spielers installieren dürfen
7.) Spiele sollten jederzeit vom Besitzer erneut heruntergeladen werden können
8.) Hersteller sollten Spieler nicht wie potenzielle Kriminelle behandeln dürfen (bezogen auf Kopierschutzmassnahmen)
9.) Ein Singleplayer-only-Spiel sollte keine ständige Internetverbindung voraussetzen
10.) Installierte Spiele sollten ohne Medienabfrage auskommen

Sicherlich eine gute Sache, doch welcher Publisher mitmacht, ist fraglich. Ich bin überzeugt, dass Größen wie EA diese “Grundrechte” nicht eingestehen. Etwas ironisch wird die ganze Sache aber dadurch, dass zum neuen Spiel von Gas Powered Games, Space Siege bereits ein Hotfix gegen einen Kopierschutz-Fehler erschienen ist.

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