Die Büchse der Pandora
Eines haben alle Konsolen, stationäre wie auch portable, gemeinsam: Man ist mehr oder weniger an die Hardware gebunden und kann (bzw. sollte) keine weiteren Programme wie Emulatoren, Browser oder ähnliches ausführen. Doch es geht auch anders. Die Firma Gamepark brachte 2001 den GP32 als GBA-Konkurrenz auf den Markt. Dieser erhielt jedoch nicht die notwendige Aufmerksamkeit professioneller Spieleentwickler. Erst nachdem auf ihm ohne Einschränkungen entwickelt werden durfte kam der Erfolg. 2005 kam sein Nachfolger, der GP2X auf den Markt. Innerhalb der GP2X-Szene entschieden sich schließlich einige Mitarbeiter, selbst ein Handheld-System zu entwickeln – den Pandora. “The Pandora was designed based on ideas and suggestions contributed by GP32X forum members, with the goal of creating the ultimate open source handheld device.”

Dieser Handheld hat es wahrlich in sich: 600 bis 900 Mhz ARM Cortex A8 CPU, openGL 2.0 3D Hardware, ein Touchscreen mit einer Auflösung von 800×480 Pixeln, 128 MB RAM, WiFi, Bluetooth, Tastatur usw. Aufgrund der ARM Cortex CPU soll der Akku trotz dieser beachtlichen Leistungsmerkmale über 10 Stunden halten. Als Betriebssystem fungiert Ubuntu Linux.
Diese Hardwarefakten begeistern möglicherweise noch nicht vollständig. Vielleicht aber diese Aussagen aus einem Interview: “You will be able to play games like Quake III with ease and at the cutting edge even Doom III (if the engine goes open source soon, of course). [...] Good PC emulation, most 32-bit consoles, Amiga 1200+ and all the usual suspects. Emulating something like the Sega Dreamcast would be pushing the hardware to the limits.” All das schafft der Pandora mit einem nur minimal größerem Gehäuse als Nintendos DS-Lite.
Mit dem Pandora kann man natürlich nicht nur spielen, sondern auch all das machen, was ein normales kleines Notebook auch zustande bringt. Der Pandora soll noch dieses Jahr in Europa erhältlich sein. Als Preis werden 212 Euro (exklusive Mehrwertsteuer) genannt. Dieser Artikel soll vor allem zeigen, was bereits im Handheldsektor technisch möglich ist. Wir haben die Büchse der Pandora somit geöffnet – zum Abschluß noch ein Video des “ultimate open source handheld device”.

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Joerg
Ich beobachte das Gerät schon seit längerem und bin wirklich gespannt auf das finale Produkt. Hat natürlich auf dem Markt keine Chance gegen DS und PSP, aber als kleines Notebook finde ich das Teil schon sehr interessant.
Gerhard
Völlig zurecht. Der Preis dürfte auch OK sein. Firefox 3 läuft darauf ja auch – perfektes kleines Teil meiner Meinung. :)
Benny
hmm geil ubuntu ist auch noch drauf…leistung hat das ding schon ;)
Levian
also ich werd abwarten ob die hombrewunterstützung gut läuft, wenn ja, ist das ding so gut wie gekauft.
elend
Ich sah das auf Games Convention in Aktion. Ich bekam aber nur einen Emulator und Quake 2 gezeigt. Beides lief aber schon recht ordentlich…
Dennoch frage ich mich, für was man noch einen Game Park braucht. Da kommen ja jeden Monat neue raus irgendwie? Was ist mit dem F100/200 und Touchscreen? Kaufte das Gerät jemand? Wie sieht’s in der Homebrewn Szene aus? Es dürfte doch kaum ausgereizt sein bislang. Wenn überhaupt Software raus kam. Offizielle Software erwarte ich ja schon kaum.
pspStayla
wie is ads jez gibs denn schon gabs denn ma oder wie??
Gerhard
soll dieses jahr noch in europa erhältlich sein.
pspStayla
ok thx für die weitern news…
alos der name is schon ma geil (Pandora).^^
Gerhard
steht auch alles im text. sonst einfach über den quelllink und bookmarken. :)
CreatorX
Also das Ganze ist weder Fisch noch Fleisch. Kein richtiger Handheld ( bei einem Handheld erwarte ich: Spiel rein und los, außerdem gibt es ja noch nicht mal so richtig Spiele dafür) und kein richtiger Laptop ( zu geringe Leistung und ansonsten auch eher inkompatibel zu herkömlicher Hardware). Naja für mich wäre das nichts, zu viel muss man selbst rumbasteln. Aber für die Leute die was damit anfangen können ist das sicher ideal.
Simon
Sind wir doch alle schon mal froh, dass das Ding nur Pandora und nicht (wie im Titel) Büchse der Pandora heisst… ;) wäre wohl ein schlechtes Omen.
Rene
Als Mininotebook für unterwegs ist der (die?) Pandora eine echte Alternative zu den erhältlichen Netbooks, halt noch ein bischen kleiner und dadurch weniger störend in den Taschen. Windows läuft aufgrund der fehlenden x86-Unterstützung wohl nicht, ist aber auch egal da unter Linux mittlerweile alle wichtigen Anwendungen wie z.b. Webbrowser, Emailclient, Office, Video/Foto, Chat usw. perfektens laufen. Ich werde ihn (sie?) mir kaufen, wenn ich sicher sein kann, dass die Hardware gut funktioniert, heisst: Man kann damit halbwegs gut tippen und alles in allem robust genug um im Alltag langfristig zu bestehen.
FreeDom
Bin schon gespannt wie sich das ganze weiteentwickeln wird, und wieviele Programme/Spiele dann letztendlich dafür erscheinen werden.
Hört sich auf jedenfall mal gar nich schlecht an find ich!
MightyMole
das teil sollte man echt im auge behalten..