Odyssey – the electronic game of the future

Gerhard Rohrer, 2. September 2008 11:13 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wer sich hier bereits das Video der 161 Konsolen angesehen hat, hat auch kurz die allererste Konsole überhaupt gesehen – die Magnavox Odyssey aus dem Jahre 1972! Basierend auf einen bereits im Jahre 1968 entwickelten Prototyps kam die Odyssey 1972 zum Preis von 75 US-Dollar auf den amerikanischen Markt. Sie wurde von Ralph H. Baer entwickelt, dessen Schriftzug sich auch auf der Konsole selbst wiederfindet.

Das aus heutiger Sicht unglaubliche an der Konsole: Sie verfügte weder über Arbeitsspeicher noch über eine eigene CPU. Die Odyssey bestand im Wesentlichen nur aus ein paar analogen Schaltkreisen und insgesamt 40 Transistoren. Aufgrund dieser Limitierung konnten nur einige wenige einfarbige weiße Punkte bzw. Blöcke dargestellt werden.

Um ein Spielfeld darzustellen wurde deshalb jedes Spiel mit einer Plastikfolie ausgeliefert, welche das Spielfeld repräsentierte und auf den Fernsehschirm gelegt werden konnte. Die Spiele selbst wahren ähnlich wie Gesellschaftsspiele aufgebaut und so gab es zusätzlich Spielelemente wie ein Spielbrett, Spielkarten oder Spielsteine. Die Limitierungen in der Hardware machten dies auch nötig: Einen Spielstand zu speichern war für die Odyssey noch jenseits ihrer Möglichkeiten. Auch gegen die Konsole zu spielen funktionierte aufgrund der technischen Gegebenheiten nicht. Alle Spiele waren deshalb für mehrere Spieler vorgesehen.

Interessant waren auch die “Spielmodule” der Konsole. Diese enthielten kein Programm bzw. Spiel, sondern lediglich ein paar Drähte, die bestimmte Teile der Konsolen-Elektronik elektronisch zusammenschalteten. Trotz all dieser technischen Einschränkungen gab es für die Odyssey bereits ein Light gun Spiel namens Shooting Gallery.

Nintendo war der Erfolg der Konsole anscheinend ein Dorn im Auge. Deshalb wurde Magnavox 1985 von Nintendo geklagt, um Baer’s Patente als nichtig erklären zu lassen. Begründung seitens Nintendo war, dass das erste Videospiel Tennis For Two bereits aus dem Jahre 1958 stamme. Dieses verwendete allerdings noch keine Videosignale, sondern lief auf einem Analogcomputer, welcher über ein Oszilloskop Tennis oder Ping-Pong simulierte. Deshalb bekam Nintendo nicht recht und musste weiter fleißig Lizenzgebühren bezahlen.

Eine aus heutiger Sicht unglaubliche Geschichte. Für alle Interessierten gibt es in den Weiten des Internets noch zahlreiche Seiten, die weitere Informationen bieten. Seht euch beispielsweise Pong-Story an. Dort findet man auch die deutsche Bedienungsanleitung zur Odyssey. Um sich das Ganze noch etwas besser vorstellen zu können nun noch ein Werbespot zur Odyssey. Unglaublich!

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  1. Darwinismus: Die Evolution der Controller » gamgea.com
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