Der aktuelle Kopierschutztrend

Silvio Werner, 9. September 2008 16:36 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Vorbei sind die Zeiten des CD-Key, heutzutage reicht das lange nicht mehr, um sein Spiel, welches man für bis zu 60 Euro gekauft hat, spielen zu können. Nach der Eingabe einer Seriennummer muss natürlich der Datenträger im Laufwerk liegen und nach Möglichkeit würde das Spiel gerne noch nach Hause telefonieren.

Kein Internet? Tja, das interessiert nicht. Legale Emulationssoftware auf dem PC? Nun, damit könnte man ja schließlich Raubkopien abspielen. Hat sich die Software beim Hersteller gemeldet und ist die Emulationssoftware deinstalliert darf man losspielen.

Raubkopierer haben solche Probleme natürlich nicht: Meist sind nur ein paar Dateien auszutauschen und man ist alle Sorgen bezüglich des Kopierschutz los. Die Argumentation, Maßnahmen gegen Raubkopien sollen besonders in der ersten, also in der “heißen” Verkaufsphase eine nicht autorisierte Nutzung behindern ist nicht mehr tragbar: Alle großen Titel sind auf einschlägigen Portalen bereits zum Release verfügbar. Auch die Begrenzung auf eine bestimmte Anzahl von Installationen fällt wohl eher unter die Kategorie, den Weiterverkauf von Spielen aktiv zu verhindern oder zu erschweren. Besonders Electronic Arts scheint begrenzte Aktivierungen zu mögen: Der Evolutions-Baukasten Spore lässt sich dreimal aktivieren, danach ist ein Anruf beim (kostenpflichtigen!) Kundenservice nötig. Man bezahlt 55 Euro, installiert es dreimal und muss dann wieder Geld bezahlen… was dazu wohl Verbraucherschützer sagen?

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Gerhard

    schrieb am 9. September 2008 um 17:14 Uhr (#)

    Interessant dabei: Schaut euch mal bei amazon.de, amazon.com usw. die Userbewertungen an – quasi nur noch negativ. Also wenn das mal nicht Verkaufszahlen kosten wird… :)

    Darüber wird auch bereits von diversen Medien berichtet – hier z.B.: http://derstandard.at/?url=/?id=1220457726028


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