Wii Music und der ehrgeizige Bildungsnutzen

Klaus Schneider, 25. September 2008 15:08 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Das Einstiegsinstrument für angehende Musiker ist sicherlich die treue, hölzerne Flöte, die man wohl als Kind genauso zu hassen gelernt hat, wie den blutverschmierten Bohrer des böswillig hantierenden Zahnarztes. Nun könnte das Erziehungsprogramm bald viel kinderfreundlicher ausfallen, und vor allem auch erschwinglicher, denn Shigeru Miyamoto gibt offen den Wunsch zu, das Musikprogramm für die Wii, Wii Music, als musikalische Trainingsinstitution einführen zu wollen. Es sei toll, so der weltberühmte Videospiel-Guru, wenn Kindergärten und Grundschulen das Kreativität erweckende Musikprogramm bei der Erziehung der quängelnden Kinder zum Einsatz bringen würden.

Das wurde im Rahmen der populären Creator’s Voice-Serie auf der offiziellen (japanischen) Wii-Website publik gemacht. Außerdem, so plaudert Shigeru Miyamoto weiter aus, habe ihm Wii Music bei der enervierenden Entwicklung so viel Fröhlichkeit entlocken können, wie das noch bei keinem unter seiner Ägide enstandenen Spiel der Fall gewesen ist (selbst Super Mario Bros. konnte diesen Schweregrad nicht erklimmen!). Also gemessen an dem Temperaturanstieg seiner euphorischen Grundstimmung dürfte das Programm das neueste Meisterwerk des Designers werden. Wenn hier schon mehr Glückshormone durch das Geäst des Körpers gepumpt werden, als das Kreieren eines umher hüpfenden Klempners.

(via kotaku.com)

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. trurl

    schrieb am 25. September 2008 um 16:38 Uhr (#)

    Wenn man das Originalinterview liest wird klar: Es geht Myamoto nicht um die Ausbildung an einem speziellen Instrument, sondern darumden Kindern die Grundkenntnisse der Tonkunst zu vermitteln. Also ein Gefühl für die Musik und Tonarten zu bekommen.


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