Das verrückte Labyrinth Review / Test
Was es mit dem Spiel auf sich hat
Das verrückte Labyrinth stammt tatsächlich aus dem Jahre 1986 und erschien als eine Mischung aus Brettspiel und Legespiel bei Ravensburger. Erfunden wurde es von Max Kobbert, ein deutscher Dozent, Psychologe und Spielautor. Das Spiel gilt auch nach mittlerweile 22 Jahren als eines der beliebtesten Brettspiele überhaupt, da besonders die einfachen Regeln einen unkomplizierten Einstieg ermöglichen.
Aufgeteilt ist das Spielbrett in 6×6 Spielfelder bzw. in diesem Fall Labyrinth-Felder, wobei die originale Brettspiel-Version 7×7 Spielfelder besitzt, doch wegen des kleinen Bildschirmes muss man eben Kompromisse eingehen, was den Spielspaß übrigens nicht beeinflusst. Das Hauptziel eines kompletten Spieles ist, als erster Spieler die auf dem Spielbrett verteilten Schätze zu finden, indem die Spielfigur durch das Labyrinth streift und die jeweiligen Kostbarkeiten einsammelt. Dabei hört sich das am Anfang sicherlich recht eintönig an, doch wie es bei jedem Gesellschaftsspiel so ist, wird es erst dann richtig interessant, wenn mindestens ein Mitspieler zum Konkurrenten wird.

Auf dem Spielbrett befinden sich per Zufall verteilte Schätze in Form von Diamanten, mit Gold verzierte Klunker oder Tiere. Nun werden sogenannte Suchkarten beliebig an die Spieler verteilt, die den zu suchenden Schatz offenbaren – aber ohne, dass die anderen Spieler wissen, welchen Schatz jeder Spieler suchen muss. Ab sofort gilt es, durch verschieben der Labyrinth-Karten neue Gänge zu erstellen oder andere Gänge zu blockieren. Befindet sich ein Schatz neben einem Spieler, doch der Weg wird durch eine Mauer abgeschnitten, muss dieser solange die Karten verschieben, bis der Weg frei ist. Doch Vorsicht ist geraten, denn die Mitspieler sind ebenfalls auf der Suche nach ihren Schätzen und können das Labyrinth beeinflussen. Die Labyrinth-Karten werden immer mit Labyrinth-Karten (was übrigens ein Muss in jeder Runde ist) verschoben, wovon in jeder Runde eine neue pro Spieler zur Verfügung steht, die einen Gang ohne oder einen Gang mit Schatz enthalten kann. Verschoben wird immer eine ganze Reihe waagerecht oder senkrecht. Wer alle Suchkarten aufgebraucht hat, der hat das Spiel gewonnen. Wer besonders strategisch mitdenkt, der kann sogar die Schätze der Mitstreiter ausfindig machen, indem man das spielerische Verhalten seines Gegenübers analysiert. So kann der jeweilige Mitspieler davon abgehalten werden, seinen Schatz zu finden. Übrigens können Mitspieler auch aus dem Spielfeld geschoben werden – dann tauchen sie auf der gegenüberliegenden wieder Seite auf. Das kann aber auch für das eigene Vorhaben sehr hilfreich sein, so dass man kurzerhand längere Wege zu seinem Schatz überbrückt.
Unübersichtlich, aber extrem spaßig wird die ganze Sache mit vier Spielern. Das ist die deutlich schwierigere Variante, da sich das Labyrinth immer in Bewegung befindet und die vorherige Planungsphase oftmals zerstört wird, so dass man gezwungen wird, seinen nächsten Zug erneut auszuarbeiten.
Die Spielmodi teilen sich in Kampagne, Schnelles Spiel und Mehrspieler auf. Die Kampagne bringt standardgemäß eine Story mit, die natürlich nur zur Auflockerung dient. Der junge Archäologe Alok Datthanie bekommt eines Tages ein Päckchen zugestellt, dessen Inhalt ein Amulett seines Vaters ist. Klar, da muss etwas passiert sein, und deshalb öffnet er schnell den beiliegenden Brief, um zu lesen, dass sein Vater entführt wurde. Damit sein Vater freigelassen wird, möchten die fiesen Räuber im Gegenzug die “Statue des Sobek” und die Schätze der Labyrinthe haben. Ihr seht also, dass die Story mehr eine gut gemeinte Dreingabe ist, denn es gehört schon Mut dazu, einem Brettspiel überhaupt eine Story zu verpassen. In der Kampagne verschlägt es Alok nach Frankreich, Ägypten, USA, Mexiko und Antarktis, die jeweils auf einer Weltkarte angezeigt werden.
Schnelles Spiel dürfte selbstredend sein, da ihr dort direkt in eine einzelne Partie einsteigen könnt. Cool ist, dass ein Mehrspieler enthalten ist, der bis zu vier Spieler über Wlan mit nur einem einzigen Modul zulässt. Aber noch cooler ist natürlich die HotSeat-Variante, bei der ihr mit einem einzigen DS-Gerät zu viert spielen könnt.
Die Steuerung findet wie zu erwarten über den Touchscreen statt, geht auch gut von der Hand, allerdings ist das Einbringen bzw. das Verschieben der Karten etwas ungewohnt, so dass es durchaus in einigen Fällen zu “Fehlverschiebungen” kommen kann. Optisch orientiert sich das Spiel nahezu vollständig an dem Brettspielklassiker, was man eher als zeckmäßig einstufen könnte. Echte Brettspiel-Freaks wird das aber nur herzlich wenig stören. Sehr gelungen empfinden wir den Sound, der etwa mit der Menümusik einen echten Ohrwurm aus den kleinen Lautsprechern zaubert.
(Fazit weiter unten)
Wir bedanken uns bei dtp young für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.
| Game Facts | |||
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Entwickler: Independent Arts Software |
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| Review | Das verrückte Labyrinth | |
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Steuerung Zwar funktioniert das Verschieben der Karten nicht immer glatt, doch die Führung mit dem Touchscreen ist unkompliziert und sofort beherrschbar. |
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Grafik Zweckmäßige Grafik im Original-Look, der ein paar Details mehr vertragen hätte, wie etwa einen Zoom des Spielfeldes, da einige Spieler Probleme mit dem kleinen Display haben könnten. |
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Sound Hübsche Klänge gepaart mit famosen Musikstücken. |
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Spielspaß Die Kampagne sorgt für einige Stunden Spielspaß, doch ersetzt nicht den hervorragenden Multiplayer-Modus, in dem ihr auch gegen Mitspieler aus Fleisch und Blut antreten könnt. |
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Sonstiges |
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80% |
Fazit Auch mit Das verrückte Labyrinth können Brettspiel-Freaks auf dem DS eine Menge Spaß haben. Die Mobilisierung packt das Spielprinzip auf ein kleines Modul, das man überall mit hinnehmen kann. Das ist auch eines der Vorzüge dieser Spiele, denn wann kann man schon mal ein Brettspiel auf dem Sofa oder in öffentlichen Verkehrsmitteln spielen, während man eine eindeutig liegende Position einnimmt!? Das Spiel macht von vorne bis hinten Spaß und schöpft erst richtig das Potential aus, wenn man den Mehrspieler-Modus ansteuert. Für eine DS-Version spricht das einfache Spielprinzip mit dem Stylus und die drahtlosen Möglichkeiten. Auch wenn Das verrückte Labyrinth einige Polituren für den finalen Glanz und mehrere Spielvarienten vertragen hätte, wovon es ja mittlerweile mehrere gibt, darf jede Altersgruppe bedenkenlos zugreifen. |
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