Kein Grund die Strohballen herumwirbeln zu lassen

Klaus Schneider, 19. Oktober 2008 20:55 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wenn wir einen Verlierer auf der diesjährigen, und langweilig dahinplätschernden Tokyo Game Show herausstreichen dürften, dann würden wir wohl ohne zeitraubende Überlegungversuche zum Zombie-Schlachtfest Dead Rising: Chop Till You Drop greifen. Spieler, die die einmalige Gelegenheit hatten, auf der Vorführ-Bühne einen Blick auf das Spiel zu erhaschen, geißelten die geringe Anzahl an Zombies und bescheinigten dem für die Wii kommenden Titel eine besorgniserregende Qualität.

Doch nun scheint sich Capcom genötigt zu fühlen, in den harschen Kritikfeldzug mildernd und relativierend zu intervenieren: Die auf der japanischen Messe gezeigte, für Demonstrationszwecke gebrauchte Version entspricht nicht der finalen, endgültigen Verkaufssversion! Okay, ein erschlagendes Argument. Seth Killian, Community Senior Manager von Capcom, betonte dies in einer um Verständnis buhlenden, flammenden Verteidigungsproklamation. Er habe das fertige Spiel zwar noch nicht selber anspielen können, aber an Hand von wasserdichten Beweisen (Screenshots) könne er versichern, dass sich dort mehr Zombies pro Quadratkilometer tummeln. Der TGS-Version gebricht es an (entscheidenden?) Verbesserungen, die die finale Fassung enthalten werde.

Sind also die Wogen geglättet und können wir all unsere Faltenwürfe in der Stirn mit einer Planierraupe ebenerdig gestalten? Abwarten. Ob das Spiel durch einige Eingriffe der plastischen Chirurgie merklich an Fahrt gewinnen wird, bleibt wohl fraglich. Doch momentan verkauft sich auf der Wii sowieso alles. Demnach kann man die Qualität sowieso ruhig einmal hintanstellen.

(via destructoid.com)

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