Reggie gibt sich als weiser Prophet

Klaus Schneider, 14. November 2008 21:17 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Und gewährt uns einen tiefblickenden Ausblick in die von Ungewissheitheiten verhangene Zukunft. Nach der Meinung von Reggie Fils-Aime liege die Zukunft der Videospiele in von Nutzern generierten Inhalten. Damit dürfte also ein Little Big Planet für die weitere Entwicklung des Mediums eine führende Rolle übernehmen, wenn nicht tonangebend sein. Und im weiteren geht der Nintendo-Strippenzieher davon aus, dass sich das passive entertainment, bei dem wir tief in von unseren Ausdünstungen verunreinigten Sesseln sitzen und das Geschehen auf dem Bildschirm passiv, träge und ohne Output absorbieren.

Active entertainment is where the action is“! So lautet klipp und klar die Parole. Nach dieser Stellungnahme kann man eigentlich davon ausgehen, dass Nintendo in Zukunft vermehrt auf diese Karte setzen wird. Allerdings fehlt die Hardware für “user-generated content” noch, da der ein- und ausströmende Datenverwaltungsaufwand sicherlich nicht von erbsengroßen Prinzessinnnen archiviert werden kann, und vor allem nicht vor dem Hintergrund eines limitierten und stark bewegungsarmen Online-Kadavers, der durch so genannte Friendcodes (ein Sub-Typ einer ganz gefrässigen Geier-Art) zusehends an Fleischanteil verliert. Da muss Nintendo noch einiges draufsatteln, um dem Ruf des Reggies, der von seiner Reputation und Autorität her betrachtet quasi in einer Person die sieben Wirtschaftsweisen in sich vereint, auch aktiv nachzukommen. Wer kreativ einspringende Spieler will, der muss selber aktiv werden.

User generierte Inhalte sind ja schön und gut. Ich wenigstens kann auf das klassische Unterhaltungsangebot von Videospielen – sprich passive Absorption ohne kreative Eigeneinlagen – nicht verzichten und möchte von einem träge machenden Entertainment-Medium nicht ununterbrochen um meine Meinung gefragt werden. Vielleicht seid ihr ja geistig sprungbereiter…

(via destructoid.com)

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Kai

    schrieb am 15. November 2008 um 14:46 Uhr (#)

    Klingt fast als wollte man uns Spielern jetzt nur noch die Entwicklungstools verkaufen… spart viel Entwicklungsarbeit und bringt mehr Geld da die Kreativabteilung wegfällt


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