Review / Test:
Dinosaurier:
Kampf der Giganten

Sebastian Jäger, 23. November 2008 17:19 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Schatz, du siehst heute aber zum Anbeißen gut aus.

Jurassic Park 4 ist bereits in Planung, Dinosaurier treten immer häufiger in Medien auf, und Ubisoft bringt mit Dinosaurier: Kampf der Giganten ein Spiel mit Dinos auf den Markt. Kann der Dino-Hype neu entfachen?

Unser Fazit: Wem Dinosaurier schon immer fasziniert haben, der wird seine Passion in Ubisofts Dinosaurier: Kampf der Giganten finden. Die wirklich einzigen Kritikpunkte sind die fehlende Abwechslung, die Monotonie und der geringe Umfang. Schaut man darüber hinweg, erlebt man ein recht gutes Abenteuer mit einigen Kuriositäten. Besonders die verrückten Endgegner fallen in dieses Schema, da Anfangs etwa die Telefonzelle zum Lachen verleitet. Ein recht cooles Feature ist das Aufmotzen der Dinos, was vergleichbar mit Spore ist. Ihr könnt entscheiden wo neue Hörner, Spitzen oder Schutzpanzer hinkommen sollen. Die Alterszielgruppe beläuft sich so auf 8 bis 14 Jahre, wobei wir selbst viel Spaß mit dem Spiel hatten. Für ältere Spieler ist der relative leichte Schwierigkeitsgrad ein Hindernis.

7/10

Wir bedanken uns bei Ubisoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsmusters.

(Interesse geweckt? Die gesamten Details gibt es nach dem Klick.)

Dinosaurier: Kampf der Giganten (NDS)
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft

Es ist 1993, die Welt hält den Atem an, denn Dinosaurier bevölkern das Land. Was sich zunächst nach einem Alptraum-Szenario anhört, entpuppte sich in den frühen 90igern als Dino-Hype. Überall standen kleine und große Spielfiguren, Klamotten und anderen Textilien trugen Duftnoten der Dinos, und ein Kinofilm sorgte für volle Kinos. Dinosaurier haben etwas Geheimnisvolles an sich. Wissenschaftler forschen stets nach den neuesten Erkenntnissen, um das Aussehen und Verhalten der Riesen-Echsen zu rekonstruieren. In der Tat sieht es zum jetzigen Zeitpunkt so aus, dass der Hype um die Dinosaurier noch immer nicht abgeflacht ist – auch wenn es nach außen hin nicht so wirkt. Grund genug, um uns noch vor dem vierten Jurassic Park Film Dinosaurier: Kampf der Giganten anzuschauen.

Ganz salopp ausgedrückt ist das Spiel eine Art Beat’em up, das richtig viele coole Details bietet. Es stehen sich zwei Dinos gegenüber und kämpfen ums Überleben. Klingt sicherlich eher gewöhnlich, doch das Spiel bietet einige sehr interessante Features. Ihr bewegt euch durch die Spielwelt mit dem Stylus und habt dabei eine Karte zur Orientierung. Ziel ist es, alle Fossilien und Eier in den insgesamt neun verschiedenen Landschaften zu finden. Die Fossilien werden angezeigt, die Eier hingegen gewinnt man nur durch Kämpfe.

 

Was wir mochten:

Größe allein garantiert keinen Erfolg. Zu Beginn wählt der Dino-Freund im Abenteuermodus seinen gewünschten Dino aus. In sechs verschiedenen Klassen könnt ihr dabei euren Favoriten wählen, wie etwa den gefürchtesten aller Fleischfresser – nämlich den Tyrannosaurus, kurz auch T-Rex genannt. Oder aber ihr steht auf Kleinvieh und trefft eure Wahl auf einen flinken Velociraptor. Je nach Klasse unterscheiden sich die Dinos in ihren Eigenschaften, wie Nahkampf, Verteidigung und Fernkampf. Am Anfang ist die Auswahl an Dinosauriern  begrenzt, weitere sind allerdings freispielbar.

Kuriositäten in der Kreidezeit. Vermutet man einen stinknormalen Spielverlauf, wird man bald eines Besseren belehrt. Sobald ein Kampf gewonnen wurde, erhält man Eier, die in die Evolution gesteckt werden. Das bedeutet, dass der Dino mit allerlei Waffen und Schutzpanzern ausgestattet wird, damit er im Kampf den Gegnern ordentlich eins auf Rübe geben kann. Dafür geht man einfach in die eigene Höhle und setzt sich Hörner auf, steckt sich Stacheln an den Schwanz oder rüstet sich mit einem Schutz aus, der an verschiedenen Bereichen des Körpers getragen wird. Klingt komisch, ist aber so. Irgendwann sieht der Dino wie eine Kampfmaschine aus dem Jahr 2011 aus. Aber das Prinzip dahinter, gerade mit dem Aufrüsten, ist einfach gigantisch und macht unglaublich viel Spaß, da die Dinos individuell ausgestattet werden. Apropos Optik: Verschiedene Farben können nach und nach auch aufgetragen werden. Noch verrückter wird es aber bei speziellen Endgegnern. Oder habt ihr schon mal einen Dino gesehen, der gegen eine Telefonzelle oder gar eine Schule kämpft?

Kampfsystem mit System. Sehr gefallen haben uns die Kämpfe, auch wenn sie recht simpel aufgebaut sind. Sobald ihr euch einen anderem Dino nähert, wechselt das Spiel automatisch in den Kampfmodus. Die Kämpfe sind rundenbasiert und gleichen eher den Pokémon-Spielen. Je nachdem welche Angriffe oder Konter freigespielt wurden, wählt man seine gewünschte Technik aus. Die Dinos führen alles automatisch aus, es ist kein Tastendruck nötig. Damit der eigene Kämpfer aber Erfolg hat, muss man innerhalb eines Zeitlimits eine gewisse Figur mit dem Stylus nachziehen. Je genauer gemalt wurde, desto stärker geht der Dino aus dem Kampf hervor. Nach einem harten Kampf passiert es auch oft, dass der eigene Dino angeschlagen ist und etwas trinken oder essen muss. Wasser findet sich etwa in Flüssen, bei Nahrung hingegen muss darauf geachtet werden, dass ein Pflanzenfresser kein Fleisch frisst.

 

Nicht gefallen hat uns:

Irgendwann wird es langweilig. Das Spiel besitzt ziemlich viel Potential, das zu unserem Bedauern leider nicht vollständig genutzt wurde. Einerseits ist es ziemlich eintönig, was durch die verschiedenen Landschaften und Anbauten an den Dinos zwar kaschiert wird – da die Dinos aber die Angriffe automatisch ausführen, wird sehr wenig vom Spieler abverlangt. Anderseits ist es natürlich die mangelnde Abwechslung und der etwas geringe Umfang. Selbst der Wiederspielbarkeitswert ist nicht ausgeprägt genug, obwohl insgesamt 26 Dinos auf euch warten gespielt zu werden.

Wer den Abenteuer-Modus geschafft hat und nicht wieder von vorne anfangen möchte, hat die Wahl zwischen Schnelles Match und dem Mehrspieler-Modus. Im schnellen Match tretet ihr gegen bereits besiegte Feinde an, die ihr im Hauptspiel besiegt habt. Im Multiplayer hingegen geht es Freunden an den Kragen. Dabei können Kampfturniere mit bis zu sechs Teilnehmern ausgetragen werden, die jeweils paarweise antreten. Technisch ist das Spiel sehr solide aufgebaut und verfügt über eine recht ansehnliche 3D-Grafik. Die Geräusche und Laute der Dinos dürften aber aus den kleinen Lautsprechern kaum Angst einflößen.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. clown

    schrieb am 23. November 2008 um 23:16 Uhr (#)

    “Die wirklich einzigen Kritikpunkte sind die fehlende Abwechslung, die Monotonie und der geringe Umfang”

    Ähm da stell ich mir ein richtig mieses Spiel drunter vor und nicht 7/10 Punkten???


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