Left 4 Dead Demo:
Steam Client für Linux
offenbar bestätigt

Jörg Neißer, 4. Dezember 2008 09:13 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Die Windows Probierversion enthält über 50 MB unnütze Dateien: Dahinter scheint sich eine Umgebung für Linux zu verbergen.

Für einige Individuen da draußen ist es wohl undenkbar, neue Veröffentlichungen einfach nur zu spielen. Ein besonders aufmerksamer Leser der Seite Phoronix hat einige Linux Bibliotheken in der Demo des neuen Valve Hits Left 4 Dead entdeckt. Der Koop-Shooter basiert auf der bekannten Source-Engine, welche u.a. schon bei Half-Life 2 zum Einsatz gekommen ist. Bereits vor über einem Jahr suchte das amerikanische Softwarehaus einen fähigen Programmierer für eben diesen Zweck. Ein weiterer Mosaikstein in diesem Puzzle ist die Veröffentlichung von Postal III. Publisher Running With Scissors hat diesen Titel bereits offiziell für Linux bestätigt und auch er läuft auf der Valve Engine.

Es sei noch erwähnt, dass viele der enthaltenen Dateien nicht für die Benutzung eines dedizierten Linux-Servers benötigt werden. Es ist also sehr gut möglich, dass schon sehr bald das bereits auf Xbox 360 und Windows PCs sehr erfolgreiche Left 4 Dead der erste native Linux Client von Valve sein könnte. Wir drücken allen Pinguin-Fans da draußen jedenfalls fest die Daumen.

(via phoronix.com)

» Mehr lesen: Demo (8), Left 4 Dead (4), Steam (10), Valve (10)

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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. plagu3

    schrieb am 4. Dezember 2008 um 11:34 Uhr (#)

    Wir Linuxnutzer wissen das natürlich schon länger, aber trotzdem nett, dass ihr uns in euren Nachrichten nicht vergesst ;)

    Mir persönlich würde der Client leider vorerst nur etwas bringen, wenn sie auch die “alten” Klassiker wie Half Life 1 und 2 inklusive der Mods portieren. Nichts gegen die aktuell erscheinenden Spiele, aber Postal 3 reizt mich von der Handlung etc. nicht sonderlich. Ich habe den zweiten Teil gespielt und man muss schon sagen, dass es einfach nur krank war und letztlich empfand ich es auch als ziemlich langweilig. Aber vielleicht ändert sich das ja mit dem dritten Teil.

    Dass sich überhaupt etwas auf dem Linux-Spiele-Markt tut, ist natürlich mehr als begrüßenswert! Ich bin der Überzeugung, dass der Erfolg von Linux auf dem Massenmarkt auch abhängig von der Spieleentwicklung ist. Denn eines der Hauptargumente vieler junger Nutzer ist letztlich immer “Spiel XYZ läuft leider nicht auf Linux, also kann ich das Betriebssystem auch nicht nutzen.” und das obwohl sie an sich gerne mal etwas neues ausprobieren würden. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen!

  2. Jörg Neißer

    schrieb am 4. Dezember 2008 um 12:34 Uhr (#)

    Als kurzzeitiger Linux-User (sechs Monate etwa) habe ich mir ein umfassendes Bild von dem derzeitigen Stand der “zugänglicheren” Distributionen gemacht und war eigentlich sehr angetan. Es gibt imho mehr als genug Spiele für solche, die es ernsthaft betreiben möchten. Natürlich besteht in Sachen Aktualität ein gewisser Nachholbedarf, aber Wine und dessen Ableger kommen immer besser in Fahrt.

    Trotzdem geht nichts über native Unterstützung und gerade wenn eine große, erfolgreiche Firma wie Valve, die zudem noch gute Spiele abliefert, einen solchen Schritt “wagt”, dann sollte der Rest der Welt genau hinschauen.

    id Software fährt ja schon seit Ewigkeiten zweigleisig, warum das in der Industrie noch immer eine Seltenheit ist, kann ich nicht nachvollziehen.

  3. plagu3

    schrieb am 4. Dezember 2008 um 13:07 Uhr (#)

    id Software entfernt sich aber scheinbar immer weiter von seiner Linuxunterstützung. Zumindest Unreal 3 wurde zwar nativ angekündigt, ist bis heute aber nicht erschienen. Und ich bezweifle auch, dass das noch geschehen wird.
    Ich glaube auch mal in einem Interview gelesen zu haben, dass es für sie eigentlich selbst kaum mehr Sinn macht und dass sie sich deshalb aus dem Segment zurückziehen wollen. Sicher bin ich mir diesbezüglich aber leider gar nicht. Und für den Fall der Fälle habe ich ja immer noch meinen NDS :P


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