Gomibako (Mülltonne):
Wenn Katamari und Tetris ein Kind bekommen

Jörg Neißer, 12. Dezember 2008 01:22 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Manche Spiele sind einfach zu seltsam, um sie nur mit Worten zu erklären. Dieser innovative Puzzler aus Japan ist so ein Fall. Vereinfacht gesagt trifft hier Tetris auf Müll. Lest unbedingt weiter, um zu erfahren, was genau dahinter steckt.

Dieses Spiel braucht ihr wirklich nicht in die Tonne zu treten.
Dieses Spiel braucht ihr wirklich nicht in die Tonne zu treten.

Auf der diesjährigen Tokyo Game Show fand auch zum ersten Mal die Sense of Wonder Night statt. In diesem Rahmen bekamen Entwickler aus allen Teilen der Erde die Möglichkeit, ihre unkonventionellen Spiele-Ideen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Gedanke dahinter ist auch, den Designern im Publikum neue Inspirationsquellen sowie einen Überblick zu geben, was in der Avantgarde aktuell vor sich geht.

Besonders heraus sticht der Physik-Puzzle-Hybrid Gomibako, was so viel wie Mülltonne bedeutet. Der Name ist Programm, denn es gilt, möglichst viel Unrat in einem überdimensionalen Bottich zu verstauen. Wie von Tetris gewohnt, fallen von oben eine Vielzahl unterschiedlicher Gegenstände herab, die einerseits direkt aus Katamari stammen könnten und zum anderen die physikalischen Eigenschaften ihrer realen Ebenbilder aufweisen. Hinter diesen Eigenschaften verbirgt sich auch das eigentlichen Gameplay, sie sind der Schlüssel zum Erfolg. Holzfässer beispielsweise zerschellen in kleinste Teile, wenn sie aus großer Höhe auf einen anderen harten Gegenstand treffen. Gummireifen halten naturgemäß so einen Sturz besser aus, erst eine zünftige Feuersbrunst macht ihnen den Garaus.

Leider ist der Übersetzer im Video nur sehr schlecht zu verstehen, so dass wir trotz der fast zehn minütigen Präsentation kaum etwas vom Prinzip mitbekommen. Das Hands-On von Gamespot (s.u.) bringt da schon mehr Licht ins Dunkel. Beides zusammen genommen ergibt dann aber doch einen recht ordentlichen ersten Eindruck.

Toiletten füllen die Tonne unweigerlich mit Wasser, so dass die Gegenstände auf dem Boden nicht mehr verbrennen können. Sobald der Müll überquillt, befinden sich die Fußgänger auf der Straße in direkter Bedrohung, was natürlich einem verantwortungsbewussten Müllmann nicht passieren darf. Geschiet es dennoch drei Mal, etwa wenn es Zeit für einen “Bosskampf” ist, bei dem wir ein riesiges Auto in das sowieso schon enge Platzangebot quetschen müssen, dann lauert unweigerlich das Game Over.

Anscheinend hat sich Sony die Rechte an dem Titel bereits exklusiv gesichert. Die Veröffentlichung ist noch nicht datiert, aber für das PlayStation Network vorgesehen. Hoffentlich schafft es dieses tolle, innovative Konzept auch zu uns und bleibt nicht den Japaner vorbehalten.

» Hands-On Bericht bei Gamespot

(via tgs)

» Mehr lesen: Katamari (3), only in Japan (13), PSN (44), Tetris (11)

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Felix

    schrieb am 12. Dezember 2008 um 10:50 Uhr (#)

    ihr meint tokyo game show, oder? da steht tokoy


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