Kreative Politiker:
Die iPod-Steuer

Gerhard Rohrer, 19. Dezember 2008 06:45 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

So manche Politiker haben kreative Ideen, wenn es um die Einführung neuer Steuern geht. Diese Kreativität steigt in gleichem Maße, wie das Defizit der Haushaltskassa. David Paterson, dem Gouverneur des Bundesstaates New York, zeichnet sich dabei durch besonders innovative Einfälle aus.

Die Freiheitsstatue: Symbol der Freiheit seit 1886
Die Freiheitsstatue: Symbol der Freiheit seit 1886

Insgesamt schlug David Paterson 88 (heise berichtet gar von 137) neue Steuern und Gebühren vor. Darunter Kuriositäten wie eine 18 prozentige Steuer auf Säfte, welche weniger als 70% Fruchtanteil aufweisen. Natürlich soll diese nur eingeführt werden, damit die Menschen weniger ungesunde Säfte trinken… Der Konsum von Zigarren und Bier soll in Zukunft auch teurer werden, und selbst vor dem iPod machen Patersons Steuerpläne keinen halt.

Es sollen künftig nämlich auch Steuern auf “digital gelieferte Unterhaltungsservices” eingehoben werden. Davon betroffen ist quasi alles, was aus dem Netz kommerziell erworben werden kann (Software, Games, Video-, Audio- und Textdateien). In den USA hat sich dafür bereits der Begriff “iPod-Steuer” bzw. “iTunes-Steuer” eingebürgert. Das Beste: Diese Steuern werden bereits in so manch anderem amerikanischen Bundesstaat erhoben!

Zu erwähnen ist noch, dass vor allem in den Bereichen Soziales, Gesundheit und Bildung gespart werden soll. Draufzahlen tut vor allem der Mittelstand, da der Großteil der neuen Steuern auf Konsumgüter, Eintrittskarten oder Ähnlichem erhoben werden. Bevor ich jetzt endgültig vom Thema abschweife, seht euch besser dieses Video von New York, New York and und ladet euch Songs aus iTunes, solange dies noch steuerfrei geht!

(via The Independent)

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